Was man als AutorIn so lernt (Teil 2)

Man lernt ja bekanntlich nie aus und neben einem Webseiten-Aufbau schlägt man sich als AutorIn mit allerhand anderem herum.

Rechtlicher Kram

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Egal ob Urheberrecht, Verträge mit Verlagen oder das Impressum auf der Homepage: Als AutorIn kommst du nicht darum herum, dich mit dem Gesetz auseinanderzusetzen. Ohne Impressum schaut gerne mal der Abmahnanwalt vorbei und beim falschen Verlag unterschrieben, siehst du dich mit einem jahrelangen, vielleicht vergeblichen Kampf um die Rechte an deinem eigenen Buch konfrontiert.

In Österreich steht bei rechtlichen Fragen die IG Autoren AutorInnen zur Seite. Für die muss ich wirklich eine Lanze brechen: freundlich, hilfsbereit und es ist egal, wie man verlegt oder ob man Mitglied ist.

An dieser Stelle auch ein dickes Danke an Alexander Batel, der seinen Samstagabend damit verbracht hat, sich für mich durch das österreichische Recht zu wühlen. Du bist der Beste!

Und das bringt mich gleich zum Nächsten:

Netzwerken

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Netzwerken ist eines dieser abgenutzten Schlagwörter, das man grob übersetzen kann mit: Sei nett zu Leuten. Manche haben beim Networken eher einen Eine Hand wäscht die andere-Zugang, der nach hinten losgehen kann.

Am besten funktioniert Netzwerken nämlich, wenn man erst einmal nichts von Leuten will, außer sie kennenzulernen. Ob man sich gegenseitig nützlich sein kann, stellt sich dann später hinaus und manchmal entwickeln sich aus Internetbekanntschaften so tolle Projekte wie die BartBroAuhors.

Wenn ich jemanden treffe, der nach ein paar Minuten Small-Talk gleich eine Rezension/5 Amazon Sterne/sexuelle Gefälligkeiten von mir will, werd ich in den meisten Fällen das Gespräch beenden. (Es sei denn, es ist Jensen Ackles, der da 5 Sterne auf Amazon von mir will. Der bekommt auch 7.)

Um netzzuwerken (was für ein Verb!) muss man die Leute erst einmal treffen. Viele, wenn nicht die meisten Kontakte, entstehen im Internet, auf Social Media Plattformen und in Foren.

Social Media

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Darüber, wie an Social Media am besten/effizientesten/gewinnbringendsten nutzen kann, werden ganze Ratgeber geschrieben und es finden sich Millionen von Blogbeiträgen.

Mein Zugang: Hab Spaß und bring Geduld mit. Plattformen lassen sich nicht über Nacht aufbauen, es braucht Zeit. Und mit Zeit meine ich Monate, manchmal Jahre.

Denk auch daran, dass du für jede Plattform neuen Content brauchst: Nichts ist langweiliger als ein Twitter, der aus FB-Links besteht. Social Media kann sehr viel Spaß machen (ich verbring viel zu viel Zeit mit Herumblödeleien auf Twitter), aber hinter dem Betreuen von Social Media-Plattformen steckt Arbeit. Und die kann viel von deiner kostbaren (Schreib)Zeit schlucken.

Statt dich zwischen fünf Plattformen zu zerreißen, such dir für den Anfang zwei oder auch nur eine aus und schau dann, ob du genug Zeit, Energie und Content-Ideen für mehr hast. Ich bin zum Beispiel mit der Seite hier und Twitter ausgelastet, auch wenn FB sein drohendes Man-muss-auf-mir-sein-Haupt erhebt.

Bevor du dich in die Welt von Twitter, Facebook und Co stürzt, überlege dir folgende Punkte:

1. Welches Netzwerk passt zu mir? Wo fühle ich mich wohl? Facebook oder Snapchat? Oder doch Twitter?

2. Was erwartest du dir? Möchtest du mit anderen AutorInnen netzwerken oder LeserInnen finden? Wenn du deine LeserInnen erreichen willst: Wer ist deine Zielgruppe und wo treibt sie sich herum?

Ach ja und: Verwende den Namen, der auf deinen Büchern steht, Stichwort Branding. Und bitte bitte, schick deinen Followern auf Twitter keine automatisierten DN a la Super, dass du mir folgst! Like mich auch auf FB, da ist mein Blog, trag dich für meinen Newsletter ein und hier findest du mich auf Amazon.

Deine Follower finden dich schon von alleine, wenn sie wollen (und du die relevanten Links in deinem Profil hast.) Beginn den Anfang einer möglichen Beziehung nicht damit, dass du den Leuten das Postfach zuspammst.

Auf wie vielen Plattformen seid ihr unterwegs? Was für Erfahrungen habt ihr gemacht und machen euch die Impressumsvorschriften genauso wahnsinnig wie mich?

 


7 Gedanken zu “Was man als AutorIn so lernt (Teil 2)

  1. Ich hab grad Twitter für mich neu entdeckt, macht sehr viel Spaß. Man lernt viele nette Leute ein bisschen kennen, und die Blödeleien erheitern mich ungemein :-D
    FB gegenüber bin ich noch immer extrem misstrauisch, allein die Rechtesituation bezüglich Bilder macht mich unglücklich, aber es scheint wohl ein Muss für einen Autor zu sein. Na ja, das hat noch viel Zeit, bevor ich mich endgültig dafür oder dagegen entscheiden muss.
    Dieses ganze Netzwerken finde ich toll. Ich suche mir über Social Media auch keine Leser (wie auch, wenn es nichts von mir zu lesen gibt), sondern Autoren, mit denen ich auf einer Wellenlänge bin. Kann viel von ihnen lernen und freue mich für sie, wenn sie Erfolg haben, weil ich dann schauen kann, was ihre Erfolgstrategien sind. An erster Stelle: ein gutes Buch ;-)

    1. Ja, ich finde auch, dass man auf Twitter ganz toll netzwerken kann.
      FB – man scheint nicht drum rumzukommen, aber noch verweiger ich mich. Ich wüsste auch gar nicht, woher ich die Zeit nehmen sollte.
      Ich denke, sich Plattformen mit dem Hintergedanken Leser zu suchen, ist nicht verkehrt, auch wenn es bis zum ersten Buch noch dauert.
      Wär ja auch blöd, wenn man ewig Zeit in Instagram investiert und dann sind alle Leser auf Snapchat. (Ich fürchte, es sind alle auf FB x.x)

      1. Zeit ist auch so ein Faktor … ich schaffe es gerade so eben, mich täglich mit Twitter zu befassen. Wenn da noch FB dazukommen würde, sitze ich nur mehr beim Lesen vom Newsfeed und schreibe nichts mehr. Auch nicht der Sinn der Sache. Wie immer bin ich für eine Verlängerung des Tages auf 26 Stunden, aber das Universum hat Nein gesagt.

  2. Noch zwei Facebookverweigerer, wie schön! Ich mag FB schon deshalb nicht, weil ich dort unter meinem Pseudonym nur eine Seite betreiben kann, so dass aktives Netzwerken da gar nicht möglich ist. Außerdem missfällt mir, dass ich beim Anmelden meine Handynummer angeben oder eine Kopie vom Personalausweis einsenden muss.
    Twitter macht deutlich mehr Spaß. Und das und mein Blog binden schon genug Zeit. Schließlich will ich gelegentlich auch schreiben. ^^

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